Pressure-Points -
Drücken statt Schlagen!
Pressure Points – Drücken statt Schlagen!
Pressure Points (Nervendruckpunkte) sind gezielte Stellen am Körper, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) über das Meridian-System bekannt sind – etwa aus Akupunktur oder Akupressur. In der Selbstverteidigung lassen sich diese sensiblen Bereiche genauso wirksam nutzen. Durch gezielten Druck werden Schmerzimpulse ausgelöst, um Griffen zu entkommen oder den Verteidigenden Handlungsspielraum zu schaffen. Gleichzeitig können ähnliche Techniken – angepasst – auch beruhigend oder heilfördernd wirken.
Warum „Drücken statt Schlagen“?
Schon geringer Druck an den richtigen Punkten kann den Angreifer überraschen.
Keine Verletzungen wie bei Schlägen – ideal auch für Frauen, Kinder oder Senioren.
Pressure Points sind eine perfekte Ergänzung zu jedem Selbstverteidigungssystem.
Wichtig:
Pressure Points wirken am besten in Kombination mit einem ganzheitlichen Selbstverteidigungskonzept. Sie sind keine „Zauberknöpfe“, aber sie können entscheidende Vorteile bringen – besonders, wenn Kraft oder Größe nicht auf deiner Seite sind.
"Nervendruckpunkte sind ein Hilfsmittel in der Selbstverteidigung"
Unsere Kurse richten sich an ganz unterschiedliche Zielgruppen:
Kinder und Jugendliche, Frauen, ältere oder körperlich eingeschränkte Personen sowie Einsatzkräfte, Pädagogisches- und Sicherheitspersonal.
Ziel ist ein effektiver, praxistauglicher Selbstschutz, der sich insbesondere durch minimale Kraftanwendung und maximalen Erfolg auszeichnet.
Was Sie lernen:
Punktgenaue Techniken zur Schmerzinduktion und Befreiung (z. B. bei Griffen, Umklammerung)
Adäquate Anwendungen für unterschiedliche Zielgruppen
Integration von Pressure Points in ganzheitliche Verteidigungssysteme
Grundzüge der heilenden Wirkung (ähnlich Akupressur)
So wirken Pressure Points –
Beispiele aus der Praxis 1
Solarplexus – Bauchzentrum (Konzeptionsgefäß 14)
Lage: Mittig unterhalb des Brustbeins, oberhalb des Magens.
Meridian: Konzeptionsgefäß
Wirkung: Druck oder Schlag kann Atemnot auslösen, der Angreifer wird handlungsunfähig.
Selbstverteidigungs-Tipp: Mit Handballen oder Ellenbogen bei einer direkten Bedrohung aus kurzer Distanz.
So wirken Pressure Points – Beispiele aus der Praxis 2
Kieferwinkel – Mandibularpunkt (Dünndarm 18)
Lage: Direkt hinter dem Unterkiefer, in Höhe des Ohrläppchens.
Meridian: Dünndarm-Meridian
Wirkung: Starker Schmerzreiz, ideal um den Kopf des Angreifers zu kontrollieren oder eine Umklammerung zu lösen.
Selbstverteidigungs-Tipp: Druck mit Fingern, wenn jemand deinen Oberkörper festhält.
So wirken Pressure Points – Beispiele aus der Praxis 3
Unterarm-Innenseite (Lungenmeridian 5)
Lage: Beugeseite des Ellenbogens, leicht zur Speiche (Radius) hin.
Meridian: Lungen-Meridian
Wirkung: Sehr empfindlich – starker Schmerz und Schwächung im Greifarm.
Selbstverteidigungs-Tipp: Ideal, wenn dein Handgelenk festgehalten wird – Druck mit Daumen oder Knöcheln.
Was Sie wissen sollten:
Pressure Points wirken – besonders bei gezielter Anwendung – vor allem bei körperlich schwächeren Personen oder in kontrollierten Szenarien.
In hochadrenalingeladenen Situationen können Schmerzreize weniger zuverlässig wirken – darum lehren wir Pressure Points immer im Kontext eines umfassenden Selbstverteidigungskonzepts.
Die Stärke dieser Methode liegt nicht im „magischen Knopfdruck“, sondern in der durchdachten Ergänzung vorhandener Verteidigungsfähigkeiten.